Home
Agaricus
Capsicum
Causticum
Clematis
Coffea
Cyclamen
Drosera
Dulcamara
Gelsemium
Ipecacuanha
Lac caninum
Laurocerasus
Magnesium carbonicum
Mezereum
Rhododendron

Akademie

Ipecacuanha
Ipecacuanha – Brechwurzel

Beschreibung:
Die ausdauernde Wurzel ist fast gerade oder etwas schief, vielfach hin- und hergebogen, 10 bis 16 Centimeter lang, etwa ? Centimeter dick, ungleich geringelt, die einzelnen, mehr oder weniger von einander gelösten Ringel den halben Umfang der Wurzel erreichend, grau, braun oder schwarz, ziemlich fest. Die meist unverästelten Stengel sind hingestreckt liegend, an den Knoten Wurzeln treibend; die gerade aufsteigenden Aestchen und Stengelspitzen sind weichhaarig, grün. Die an weichhaarigen, kurzen Stielen stehenden Blätter sind quirlig zu vier bis sechs, 8 bis 10 Centimeterlang, 3 bis 5 Centimeter breit, verkehrt eiförmig, spitzig, in den Blattstiel verschmälert, oben scharf, unten weich behaart, dunkelgrün, zwischen den Blattstielen stehen aufrechte, angedrückte, später abfallende, etwas häutige, vier- bis sechsmal borstig zerschlitzte Nebenblätter.


Die Blüthen bilden von Hüllblättchen unterstützte, etwas hängende, achsel- oder endständige acht- bis zehnblüthigen Köpfchen, die weichhaarigen, 3 Centimeter langen Blüthenstiele tragen nur je eine Blume und je ein Deckblatt. Der einblätterige Kelch hat fünf kleine, stumpfe Zähne und eine mit dem Fruchtknoten verwachsene Röhre; die trichterförmige, kelchständige, fünftheilige weisse Krone ist offen, im Grunde behaart, ihre Zipfel sind spitz; die fünf sehr kurzen Staubfäden tragen sehr schmale, eingeschlossene, sitzende Kölbchen; der fädige, der Blumenkrone gleich lange Griffel besitzt zwei lineale, stumpfe, abstehende Narben. Die Frucht ist eine eiförmige, zweifächerige, vom Kelch gekrönte, weichfleischige, purpurrothe, zuletzt dunkelviolette Beere, kleine, concav gebogene, blassbraune Samen enthaltend.

Verbreitung:
In den schattigen und feuchten Wäldern des gesammten nördlichen Südamerika ist diese, im Februar und März blühende Pflanze ziemlich häufig.

Verwendung in der Homöopathie

Erstprüfung:
Hahnemann, S. Fragmenta de viribus medicamentorum positivis in sano corpore humano observatis. Pars Prima. Lipsiae 1805, S. 162-168.
Hahnemann, S. Ipekakuanha. In: Reine Arzneimittellehre. Bd. III. 2. Aufl.
Dresden 1825 (11817) S. 250.

Verwendete Ausgangsstoffe:
Die geistige Tinktur aus der Wurzel Cephaelis ipecacuanha, wild wachsend in den Wäldern Brasiliens. [Reine Arzneimittellehre. Bd. III. 2. Aufl. Dresden 1825 (11817) S. 248-264.]

Wirkungsdauer:
- In großen Gaben kaum ein paar Tage, in ganz kleinen etwa ein paar Stunden
[Reine Arzneimittellehre. Bd. III. 2. Aufl. Dresden 1825 (11817) S. 250.]
- Zwölf bis vierundzwanzig Stunden [Jahr, G.H.G. Ausführlicher Symptomenkodex der homöopathischen Arzneinmittellehre. Bd. I. Leipzig 1848, S. 518.]


Weitere Informationen unter:
www.gypser-verlag.de


Bilder- und Literaturverzeichnis:
Gypser, K.-H. (Hrsg.) Materia Medica Revisa Homoeopathiae – Ipecacuanha /
    verfasst von Klara Breuer. Glees, 2009, S. 5
Hamilton, E. The Flora Homoeopathica; or Illustrations and Description of the Medicinal Plants     used as Homoeopathic remedies. London 1852,
Villers, A. v. und F. v. Thümen. Die Pflanzen des homöopathischen Arzneischatzes.
    Band I. Dresden 1893, S. 99-100.
Villers, A. v. und F. v. Thümen. Die Pflanzen des homöopathischen Arzneischatzes.
    



Impressum